02-04-2020

Abschlussveranstaltung des Poetry-Slam Workshops (19.03.2020)

Screenshot Chat 1
Screenshot Chat 2
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Bild: Celina

Marny_Abschluss_Remo_Zumstein

Bild: Marny

Carlotta_Abschluss_Remo-Zumstein

Bild: Carlotta

Screenshot Chat 3

Am 19. März 2020 hätte es im WORTSTELLWERK einen Poetry-Slam-Abend als Abschluss des Workshops mit Remo Zumstein gegeben. Doch leider fiel dieses Datum mitten in die Ausnahmesituation „Corona“ und konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Da das WORTSTELLWERK aber ungern Events absagt, bei denen junge Schreiber*innen ihre Kunst präsentieren können, wurde der Event ganz einfach in die digitale Welt verschoben. Und so konnten die Teilnehmer*innen ihre Kreationen im WhatsApp-Chat „Slam-Workshop (fast) live!“ als Audio- oder Videodatei hochladen und teilen.


Remo Zumstein, der Leiter des siebenteiligen Workshops, erklärt die Lage in der Einleitung treffend:


„Liebe Menschen da draussen! Schön, seid ihr in dieser Gruppe gelandet, um dem Finale unserer Workshop-Reihe beizuwohnen! Eigentlich sollte der 8. und letzte Teil dieser Serie die Krone aufsetzen... Nun heisst auf Lateinisch und Italienisch „Krone“ aber „corona“, also hätte man‘s ja wissen können...? Aber nein, im Ernst: Schön, seid ihr alle dabei! Im Januar und Februar haben wir im WORTSTELLWERK nämlich geschrieben, diskutiert, geübt, performt... – und heute wollen wir trotz oder gerade wegen der aussergewöhnlichen Situation einige Resultate präsentieren. 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 15 bis 39 Jahren waren es insgesamt. Und ein Leiter! Der selbst viel dazulernen konnte... So mache ich selbst denn auch grad den Anfang bei unserer Slam-Show live aus der «Corontäne».“


Und so begann Remo dann auch mit einem Text, der im Workshop entstanden sei zum Thema „Textsorten“. Es ist eine Nachricht an seine Angehörigen, in der er schreibt, was er schon immer einmal sagen wollte.


Der zweite Text ist von Nina und aus der Zeit von „Je Suis Charlie“. Es geht um Rassismus und die Stereotypisierung aller Muslime. Ihr Beitrag erntet viel Jubel und Applaus – in Emoji-Form natürlich.


Celina trägt als Nächste ihren Text vor, von lila Elefanten auf Treppen und Äpfeln, die in der Küche liegen und immer brauner werden. Eine Text-Collage mit vielen unterschiedlichen Gedanken, die man nicht einfach mal so zusammenfassen kann, aber deshalb sehr hörenswert ist.


Im Workshop entstanden auch Texte zum Thema Rassismus. Am 16. März 2020 hätte im Literaturhaus Basel im Rahmen der Anti-Rassismus-Woche von Radio X eine Lesung zum Thema von Jugendlichen aus dem WORTSTELLWERK stattfinden sollen. Aber leider, ja… Dounya hat den Text „What Makes a Sandwich a Sandwich/ Eine Wurzelbehandlung für den Rassismus“ für diesen Auftritt geschrieben. In ihrem Text geht es um die Schwierigkeit etwas zu definieren, denn „Definitionen sind Sache der Perspektive“. Bei der Frage: „Was ist Rassismus“ ist diese Antwort laut Dounya aber nicht zufriedenstellend. Auch dieser Text wird mit viel Applaus bedacht.


Carlotta ist als Nächste dran. Ihr Text handelt von zwei Schülerinnen, die scheinbar ganz verschieden sind. Die eine macht fast nichts mehr für die Schule, weil alles zu viel ist und die andere ist nur noch gestresst von allen Dingen, die sie machen muss und macht daher nichts mehr, was ihr Spass bereitet. Ein Inhalt, den viele gut nachvollziehen können.


Als nächstes kam Jamie. In ihrem Text geht es darum, dass man im Alltag immer wieder alles andere nach hinten schiebt und so an Silvester merkt, dass man schon wieder nicht das erreicht hat, was man erreichen wollte.


In Anna G.’s Text geht es darum, dass sie nicht weniger von der Welt weiss, nur weil sie keine Brille oder keinen Anzug trägt und auch keine grauen Haare hat.


Als zweitletzte tritt Marny auf mit ihrem Text über Gedanken, die sie manchmal hat: Über gelbe Gummibärchen, verlorene Worte, die von einem Elfen gesammelten werden und vieles mehr.


Zum Schluss trägt Dounya noch einen Text vor, den sie ganz am Anfang des Workshops geschrieben hat, als sie noch Angst vor ihrer Schreibblockade hatte. Die Aufgabe war, einen Text zu schreiben darüber, dass der Workshop furchtbar werde, wenn...


Ihr Fazit im Text war aber dann, dass der Workshop furchtbar interessant wurde und so bedankt sie sich bei Remo Zumstein, dem WORTSTELLWERK und allen Teilnehmenden.


Fazit der digitalen Abschlussveranstaltung des Poetry-Slam-Workshops ist, dass alle Teilnehmer*innen eindrückliche, persönliche Texte geschrieben haben und gemäss Videos an ihrer Performance laut Zumstein „krass gearbeitet haben“. Auf dass wir sie bald live auf der Bühne erleben dürfen!


Und auch wir wollen uns bei Remo Zumstein und allen Teilnehmer*innen für einen tollen Workshop und einen grossartigen Abschluss-Event auch in diesen Zeiten der «Corontäne» bedanken. 👏 👏 👏 👏 👏