FOAF-TALES

ein Workshop an der Schnittstelle von Text und Performance

Wer kennt FOAF-Tales nicht? Friend of a Friend-Tales sind Urban Legends, die sich wie Gerüchte verbreiten. Ihre Quellenlage ist häufig nicht klar: “Ich kenne eine Person, die eine Person kennt, die …“ Wir bekommen sie erzählt, tragen sie weiter und ändern sie nach Lust und Laune ab. In dem mehrtägigen Labor untersuchen wir an der Schnittstelle von Text und Performance solche Ammen- und Schauermärchen. Zwischen Angst, Politisierung, Popkultur und Freund*innenschaft erproben wir Möglichkeiten, uns selbst und gemeinsam in die Geschichten einzuschreiben.

Die Workshop-Wochenenden könnt ihr sowohl einzeln als auch in einer aufeinander aufbauenden Reihe besuchen. Zum Abschluss der beiden Workshopwochenenden produziert ihr ein eigenes kleines Zine, das ihr mit nach Hause nehmen könnt. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, das entstandene Material im Rahmen eines Sharings vor Publikum zu performen.


Was erwartet mich:
Am ersten Wochenende konzentrieren wir uns auf die praktischen Grundlagen der Performance. Das bedeutet beispielsweise, dass wir nach gemeinsamen körperlichen Warm-ups verschiedene Übungen durchführen und diskutieren, die an der Schnittstelle von Text und Performance liegen. Gemeinsam recherchieren wir künstlerische Arbeiten, die performativ mit Texten umgehen, und untersuchen, wie sie dies tun. Gleichzeitig generieren wir eigene Text- und Performance-Fragmente. Zudem schärfen wir das Themenfeld. Was genau interessiert uns an FOAF-Tales? Zum Abschluss formulieren wir einen gemeinsamen Ausblick für das zweite Workshop-Wochenende.

Für das zweite Workshop-Wochenende bringt ihr eigene Texte, Skripte oder Ideen mit, die ihr gerne umsetzen oder ins Spiel bringen möchtet. Gemeinsam probieren wir aus, entwickeln erste Ideen weiter, setzen sie um und skizzieren erste Prototypen unserer eigenen FOAF-tales. Zudem führen wir interne Feedback-Runden durch. Es besteht die Möglichkeit, die Arbeiten aller Beteiligten im Rahmen des Roxy-Programms und der Tanzperformance "Agility of Fear" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies könnte beispielsweise in Form einer internen Lesung, eines Open Mics im Chambre Séparée oder eines gemeinschaftlich produzierten Zines mit eigens erfundenen FOAF-tales, Gedichten oder performativen Scores geschehen. Dafür treffen sich alle Beteiligten zusätzlich an einem Nachmittag, um die Präsentation vorzubereiten, die am gleichen Abend stattfindet.


Das Performance Lab findet im Rahmen von AGILITY OF FEAR statt und wird in Kooperation mit dem WortStellWerk von der Künstlerin Natascha Moschini geleitet.

www.nataschamoschini.com


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Freundlich unterstützt durch Fachausschuss Darstellende Künste BS/BL, Ernst Göhner Stiftung, Christoph Merian Stiftung CMS, Ruth und Paul Wallach-Stiftung

In Koproduktion mit dem Roxy Birsfelden und dem WortStellWerk Basel

Kurzinfos:

  • Performance Workshop mit Schreibanteilen
  • Daten: 16./17. März und 13./14 April
  • Zeiten: jeweils 12 - 16 Uhr
  • Ort: Roxy Birsfelden (mit Ausflug ins WortStellWerk)
  • Mitbringen: Verpflegung für Mittagspause, gemütliche Kleidung
  • Keine Vorkenntnisse erforderlich
  • Keine Kosten anfällig

Anmeldungen bitte bis 13.03. an: mitmachen@theater-roxy.ch

Kontaktangaben